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Axel Springer-Aktie: mittelfristige Risiken durch Print


07.03.2012
Warburg Research

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Jochen Reichert, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Axel Springer (ISIN DE0005501357 / WKN 550135) weiterhin mit "halten" ein.

Die berichteten Zahlen für 2011 hätten auf bereinigter EBITDA-Ebene den Erwartungen entsprochen (berichtet EUR 593 Mio., Warburg Research-Erwartungen: EUR 596 Mio.). Alles in allem hätten die Zahlen keine großen Überraschungen bereitgehalten.

Zwischen 2009 und 2011 hätten sich die digitalen Werbeerlöse um EUR 454 Mio. erhöht (organisch und akquisitionsbedingt). 2011 habe die digitale Werbung bereits 25% zum Konzernumsatz beigetragen (2009: 13%). Gleichzeitig hätten sich die Werbeerlöse im Bereich Print National von 26% des Konzern-Umsatzes in 2009 auf 20% des Konzern-Umsatzes in 2011 verringert. Insgesamt habe der digitale Umsatz bereits 30% zum Konzernumsatz beigesteuert.

Der Konzernumsatz habe sich um 10% auf EUR 3,18 Mrd. erhöht; ohne Konsolidierungseffekte wäre ein organisches Umsatzwachstum von +3,9% erreicht worden.

Die Bilanz bleibe auf einem starken Niveau. Einschließlich der Transaktion mit General Atlantic belaufe sich die Nettoverschuldung auf EUR 514 Mio. (inkl. Pensionsrückstellungen), dies entspreche einem bereinigten EBITDA des 0,85-fachen. Um sich attraktive Finanzierungskonditionen zu sichern, plane Axel Springer, sich zusätzliche Mittel über eine Anleihe zu beschaffen (ca. EUR 300 Mio.).


Der FCF bleibe mit EUR 294 Mio. (2010: EUR 299 Mio.) bzw. EUR 3,20 je Aktie stabil.

Das Management schlage eine Dividende von EUR 1,70 vor (+8% yoy) vor, was einer Rendite von 4,8% bzw. einer Ausschüttungsquote (Dividende zum FCF) von 57% entspreche.

Wichtiger sei die Guidance für das Geschäftsjahr 2012: Axel Springer erwarte einen leichten Anstieg beim bereinigten EBITDA und Umsatz im Geschäftsjahr 2012. In den klassischen Print-Segmenten (Zeitungen National, Zeitschriften National, Print International) werde von einem rückläufigen bereinigten EBITDA ausgegangen, während das bereinigte EBITDA im Bereich Digitale Medien zulegen sollte.

Auf Basis der aktuellen Prognosen (Warburg Research-Erwartungen: adj EBITDA 2012e: EUR 567 Mio., adj. EBITDA 2013e: EUR 610 Mio.) werde die Schätzung für das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2012e deutlich angehoben und es dürfte auch noch etwas Spielraum bei der Prognose für das Geschäftsjahr 2013 bestehen. Aber - die Feinabstimmung des Modells werde erst nach der Telefonkonferenz durchgeführt (heute, 14:00 Uhr).

Bewertung scheine recht attraktiv zu sein: Dividendenrendite von 4,8, Kurspotenzial von 15% zum Kursziel von EUR 39 sowie EV/adj. EBITDA 2013x von 6,6x. Allerdings bleibe das strukturelle Risiko bei Print hoch und Preiserhöhungen seien die einzige Strategie, um dem entgegenzuwirken.

Die Empfehlung der Analysten von Warburg Research für die Axel Springer-Aktie lautet vorerst weiterhin "halten" mit einem unveränderten Kursziel von EUR 39. (Analyse vom 07.03.2012) (07.03.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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